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Das Hydro Alps Lab verfeinert die Kartierung von Teillastfackeln mit dem EU-Projekt ReVHydro

Das Hydro Alps Lab verfeinert die Kartierung von Teillastfackeln mit dem EU-Projekt ReVHydro

Veröffentlicht am 29. April 2026

Letzte Woche auf dem technischen Meeting des europäischen Konsortiums ReVHydro in Sion präsentierte Francesco Lagravinese, Doktorand am Hydro Alps Lab, einen wichtigen Fortschritt im Verständnis von Teillastinstabilitäten. Seine Arbeit befasst sich mit einer großen Herausforderung: Wie kann man die «Fackel» (Rotating Vortex Rope - RVR) genau erkennen und vorhersagen, ohne die Kosten für numerische Berechnungen in die Höhe zu treiben?

Die «Fackel» vorhersagen, ohne die Supercomputer zu überlasten

Der RVR ist der Wirbel, der am Ausgang des Laufrads entsteht, wenn die Turbine außerhalb ihres optimalen Wirkungsgradpunkts bei Teillast arbeitet. Wenn er schlecht kontrolliert wird, erzeugt er starke Druckpulsationen, die die Struktur vorzeitig ermüden lassen. Francesco erläuterte eine Strategie zur Kostenrationalisierung, die die Situation verändert:

  • Optimierte CFD-Methodik: Anstatt rechenzeitintensive Simulationen zu verwenden, hat er bewiesen, dass ein gröberes Netz und ein weniger restriktiver Zeitschritt eine zuverlässige Erfassung von RVR-bedingten Druckschwankungen ermöglichen.
  • Kartierung des «Ertragshügels»: Seine Arbeit ermöglichte die genaue Isolierung der kritischen Region des «RVR max» in einer Matrix von 9 Betriebspunkten (die verschiedene Leitöffnungen und spezifische Geschwindigkeiten kombinierten).
  • Experimentelle Validierung: Dieser numerische Ansatz wurde durch reale Druckmessungen validiert, die GE Vernova im Labor durchführte, und bestätigte, dass das Modell dem beobachteten physikalischen Verhalten perfekt folgt.

Ein Sprungbrett für die IAHR 2026

Diese Ergebnisse sind nur ein erster Schritt. Durch die effiziente Kartierung dieses kritischen Bereichs legt Francesco Lagravinese den Grundstein für die Entwicklung von Kontrollsystemen zur Abschwächung des RVR und für die Erstellung von Modellen reduzierter Ordnung (ROM). Für die Partner des Labs, insbesondere GE Vernova und das Team von Prof. Michel Cervantes von der Universität Luleå (LTU), die an diesem Teil des Projekts beteiligt sind, bietet dieser Fortschritt einen konkreten Weg, um die Flexibilität bestehender Turbinen zu verbessern und gleichzeitig die numerischen Optimierungsphasen zu vereinfachen. Diese Arbeit wird im Herbst dieses Jahres bei der’IAHR 2026 in Iguaçu.

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